

Die Ausstellung "Europäische Identität – Interkultureller
Dialog von Künstlerinnen in Europa" wird in Kooperation mit dem Förderverein
Europäische Frauenakademie der Künste und Wissenschaften Berlin-Brandenburg
e.V. (EFAK) und dem Instytut Kobiet in Łódź (Polen) organisiert und soll
in der Inselgalerie in Berlin und der "Weißen
Fabrik" in
Łódź gezeigt werden. Wir möchten auf diese Weise die erfolgreiche internationale
Ausstellung "Region & Identität" von 2004/2005 fortsetzen,
uns aber diesmal auf das erweiterte Europa beziehen.
Die Sprache der Kunst basiert zwar zuallererst auf regionalen und historischen
Codes, aber sie nimmt sehr schnell international übergreifende Motive auf und
eignet sich hervorragend für eine Verständigung der Nationen. Formen dieses interkulturellen
Dialogs sind besonders in einer Zeit, die eine rasante Umorientierung in allen
Bereichen fordert, wichtig und notwendig und sie müssen erlernt und trainiert
werden. Auf diese grundsätzliche universelle Dialogfähigkeit möchte das Projekt
der internationalen Ausstellung mit hinwirken.
Durch Ausstellungen in der Inselgalerie (ein Projekt des gemeinnützigen Vereins
Berliner Fraueninitiative Xanthippe e. V. - www.inselgalerie-berlin.de) bestehen
schon seit Jahren herzliche Kontakte zu Künstlerinnen. Die Ausstellung "Region
und Identität" war besonders in Łódź sehr erfolgreich. Alle Pressekritiken waren
sehr überzeugend. Damals nahmen aus Polen 7 Künstlerinnen teil, von denen zwei
auch im jetzigen Projekt wieder dabei sein werden: Jolanta Wagner und Grażyna
Brylewska. Seit der Ausstellung 2004/2005 hat die Inselgalerie mehrfach Ausstellungen
und Lesungen mit polnischen Künstlerinnen durchgeführt.
Im Idealfall werden zur Ausstellung "Europäische Identität – Interkultureller
Dialog von Künstlerinnen in Europa" je zwei Künstlerinnen aus einem Land zum
Thema der Ausstellung zusammenarbeiten. Für eine Kooperation bieten allerdings
die neuen Medien eine ideale Grundlage. Installation, Fotografie, Video und Objektkunst
sollen neben Malerei, Grafik und Skulptur Bestandteil der Ausstellung werden.
Im Rahmen der Ausstellung kommentieren die Künstlerinnen ihre Arbeiten selbst.
Ein Workshop in Berlin ergänzt und vervollständigt
die Ausstellung "Europäische Identität – Interkultureller Dialog von Künstlerinnen
in Europa".
Die Ausstellung soll dazu beitragen, ein europäisches Künstlerinnennetzwerk
aufzubauen und den Gedanken der europäischen Identität durch eine künstlerische
Auseinandersetzung mit dem Thema "Was bedeutet mir Europa" und
durch die Begegnungen der Künstlerinnen an den Ausstellungsorten und
während des Workshops und des Symposiums zu entwickeln und zu vertiefen.
Es geht darum, wie sich jede einzelne an der Ausstellung teilnehmende
Künstlerin als Europäerin formuliert, wie sie den anderen Künstlerinnen
ohne Vorurteile begegnet und Eigenschaften wie Respekt, Empathie, Toleranz,
Solidarität auch durch ihre Kunst vermittelt. Da die Themen "Europa"
und "Identität" jedoch losgelöst von der Integrationsproblematik nicht
ganzheitlich bearbeitet werden können, haben wir auch Künstlerinnen eingeladen,
die in mehreren Kulturen beheimatet sind. Auf diese Weise erhält das
Spannungsverhältnis zwischen regionalen und überregionalen soziokulturellen
Codes eine zusätzliche Dimension. Symbole nationaler Identitäten (wie
z.B. der Pass) werden in neue Bedeutungs- und Deutungsebenen transformiert.
Wir hoffen, mit der Ausstellung Künstlerinnen dieser Länder unter dem
Gedanken der europäischen Identität zusammenführen.